Die Idee hinter Toolbot entstand aus der Beobachtung, dass viele Menschen teure Werkzeuge kaufen, die sie nur selten nutzen. Warum sollte man also hohe Anschaffungskosten tragen und wertvollen Platz für Geräte opfern, die nur gelegentlich zum Einsatz kommen? Geräte dafür im Baumarkt zu leihen ist oft mit weiten Entfernungen, Einhaltung von Öffnungszeiten und hohen Preisen verbunden. Toolbot setzt genau hier an. Durch das Verleihen von Werkzeugen können Nutzer*innen nicht nur Geld sparen, sondern auch Ressourcen schonen und einen Beitrag zur Reduzierung von Elektroschrott leisten. 

Dafür hat Toolbox ein Konzept einer vollständig digitalisierten Verleihstation entworfen. Diese ist platzeffizient, modular erweiterbar und mit einer automatischen Vollständigkeitserkennung ausgestattet. Gebucht werden können die Angebote über eine Webapp. Geht ein Werkzeug kaputt oder weist einen hohen Grad an Verschleiß auf ersetzen Hersteller*innen den Schaden umgehend.

Toolbot sieht sich allerdings nicht nur als Verleihservice, sondern als Teil einer größeren Bewegung hin zu mehr Nachhaltigkeit und Gemeinschaftssinn. Das Start-up plant, sein Angebot kontinuierlich zu erweitern und in weiteren Städten Fuß zu fassen. Möglich wäre auch eine kollaborative Nutzung der Verleihstationen für Paketanlieferungen oder andere Tauschprodukte wie zum Beispiel Spielzeug oder Gartenwerkzeug. Langfristig möchte Toolbot deswegen ein flächendeckendes Netzwerk von Verleihstationen etablieren. Nutzer*innen sollen die Möglichkeit haben, Werkzeuge direkt in ihrer Nachbarschaft auszuleihen und so spontane Projekte ohne lange Vorlaufzeit in Angriff nehmen zu können. Zusätzlich wird an einer Integration von digitalen Handbüchern und Tutorials gearbeitet, um den Nutzern den Einstieg in neue Projekte zu erleichtern.

Bisher laufen nur eine kleine Zahl an Teststationen in den Städten Kassel und Berlin. Oft erschweren bürokratische Hürden, Verhandlungen mit Hersteller*innen aber auch Konkurrenz durch große Wettbewerber*innen den Prozess.