Getting Started: BioLab & SustainLab 

1.+.2.10.2024

von Falko Matthes & Ina Turinsky

Das Format der Getting Started Workshops bietet den Studierenden einen ersten Zugang zu den BurgLabs. Das BioLab bietet eine eintägige intensive Einführung in die Grundlagen der Laborarbeit. Praktisch werden die Studierenden an Geräte, Chemikalien und Mikroorganismen herangeführt. Im SustainLab stehen Themen wie die ökologische Dimension von Materialien, die Grundlagen der Ökobilanzierung, die praktische Arbeit mit Materialstudien und der Einsatz von Ecodesign-Tools im Mittelpunkt. In den Workshops lernen die Teilnehmer*innen die Methoden, Praktiken und Möglichkeiten der Labore kennen, mit dem Ziel, die Schüler in die Lage zu versetzen, unter Aufsicht selbstständig in den Laboren zu arbeiten.

Hausaufgabe: Praktika und Interviews

Zur Vorbereitung auf das Projekt absolvierten die Studierenden jeweils ein Praktikum in einer Schuhmacherwerkstatt. Eine Woche lang konnten sie den selbstgewählten Schuhmacher*innen über die Schulter schauen und so die praktische Seite der Schuhmacherei kennen lernen. Die Studierenden sammelten in der Maßschuhwerkstätte Sascha Halm, der Schuhmacherei Fußgänger und in der Schuhwerkstatt-Kiel bei Orthopädieschuhmacher Claus Hochheim nicht nur wertvolles Know-how, sondern auch praktische Erfahrungen in der Lederverarbeitung, der Schuhreparatur und der Anfertigung von Maßteilen.
Außerdem befragten sie die Designer*innen Lukas Hartz, Vera Vogelsanger, Henriette Wagener und Emilie Burfeind zu ihrer kreativen Praxis des Schuhdesigns.

Workshop: Erforschung von Nachhaltigkeit durch Denken in Lebenszyklen

30.9.2024

von Lucas Abel

Aus seiner Perspektive als Umweltwissenschaftler leitete Lucas Abel einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeitsbewertung, in dem er die Studierenden am Beispiel von Schuhen in die Ökobilanzierung (LCA) als Methode zur Bewertung der Umweltauswirkungen über die gesamte Lebensdauer eines Produkts einführte. Anhand von Literatur und Diskussionen setzten sich die Studierenden kritisch mit den komplexen Aspekten der Ökobilanz auseinander, darunter Herausforderungen wie Datenverfügbarkeit, Kompromisse bei der Bewertung von Umweltauswirkungen und die Grenzen der bestehenden Bewertungsmodelle. Der Workshop betonte das strategische Denken in Produktsystemen und ermutigte die Studierenden, Nachhaltigkeit über die Materialauswahl hinaus zu betrachten und die ökologische Folgenabschätzung in ihre Designprozesse zu integrieren.

Workshop: Measuring Footprints

8.10.2024

von Ina Turinsky

Die Einführung des SustainLab-Forschungsprojekts „Measuring Footprints“ vermittelte den Studierenden ein tieferes Verständnis für die Umweltauswirkungen der Produktions- und Verbrauchsmuster von Schuhen. Diese systemische Analyse, die eine Brücke zwischen Umweltwissenschaft und Design schlägt, diente als theoretische Grundlage für die weitere Erforschung. Durch die Präsentation und Diskussion der wichtigsten Ergebnisse untersuchten die Studierenden globale Materialflüsse, Abfallmanagement und die Grenzen der Kreislaufwirtschaft. Am Beispiel von Schuhen als Beispiel für eine lineare Materialverwendung wurde der Widerspruch zwischen dem zunehmenden Nachhaltigkeitsdiskurs und dem steigenden Ressourcenverbrauch aufgezeigt. Durch die kritische Auseinandersetzung mit dieser Forschung gewannen die Studierenden wesentliche Erkenntnisse über nachhaltiges Design, die die Grundlage für ihre Untersuchungen in den Labors bilden.

Workshop: Rapid Liquid Printing

7.10.2024

von Hannah Kannenberg, Johann Bauerfeind

In diesem Input-Workshop ging es um die Frage: Was wäre, wenn wir lebende Materialien und Organismen direkt zu Produkten wachsen lassen könnten? Ausgehend von den aktuellen Forschungsergebnissen des BioLabs im Projekt „BIOTUBES“ experimentierten die Studierenden mit der Gestaltung von dreidimensionalen Lebensräumen für Mikroorganismen. Dazu mischten und testeten sie eigene Druckpasten auf Basis von regionalen Abfallstoffen und biologischen Bindemitteln und druckten diese mit einem 3D-Pastendrucker in einem Gelbett. Nach dem Druck können die Strukturen aus dem Gel entfernt und autoklaviert werden, bevor sie mit den Organismen beimpft werden. Der Workshop vermittelte den Studierenden ein Gefühl für Materialität, Mengenverhältnisse, Konsistenzen und Trocknungsverhalten und schulte sie darin, ihre Experimente in Laborprotokollen zu dokumentieren.

Ideation Workshop

28.10.-1.11.2024

von Hannah Kannenberg

Die dritte Woche des Semesters war der Ideenfindung gewidmet. In einem Workshop wurden den Studierenden Methoden zur Unterstützung der Konzeptentwicklung vermittelt. Die Übungen reichten von Gruppenaufgaben bis zu Einzelarbeit und von konkreter Szenarienbildung bis zum freien Brainstorming. Solche Entwurfsmethoden ermöglichen es den Studierenden, frei an einen Entwurfsprozess heranzugehen, verrückte Ideen zu erwägen und zu erforschen, aber auch bestimmte Aspekte, Hürden und Chancen von Ideen zu analysieren. Am Ende des Workshops waren die Studierenden in der Lage, drei potenzielle Konzepte für ihren weiteren Arbeitsprozess zu präsentieren und mindestens eines dieser Konzepte zu verwenden, um einen möglichen Produktzyklus zu skizzieren und zu entwerfen.