Cap für lockige und krause Haare

– Maximilian Böhlken –

Diese Cap wurde mit Blick auf die Bedürfnisse und Eigenschaften von sehr lockigem bzw. krausem Haar entworfen. Durch das vergrößerte Volumen ist es möglich, die Cap aufzusetzen, ohne dabei die Haare in eine eigentlich unpassende Form zu pressen. Locken alleine schützen zwar schon gut vor der Sonne, aber manchmal ist eben das alleine nicht ausreichend und man wünscht sich einen zusätzlichen Schutz, daher die Form einer „Trucker-Cap“. Darauf aufbauend folgten später Experimente mit natürlichen Materialien, unter anderem Jute und Kokosfasern. Der Fokus auf natürliche Materialien und Nachhaltigkeit war essentiell, da in der „Natural-Hair Community“ auch diese Themen eine zentrale Rolle spielen.

 

Material: Kokosfaser

Bei den ersten Experimenten mit Naturfasern stellte sich relativ schnell heraus, dass reines Pulpen oder Schöpfen nicht funktioniert, es musste eine Art Bindemittel hinzugefügt werden. Aus Gründen der Nachhaltigkeit, Verfügbarkeit und der Verarbeitung entschied ich mich für einen Heißleim.
In den ersten Experimenten war zu beobachten, dass Fasern, welche viel Wasser speichern, ungeeignet sind, da beim Aushärten des Leimes so Wassereinschlüsse entstanden. Kokosfasern eigneten sich dagegen hervorragend, das sie den Leim aufnahmen, das Wasser hingegen nicht. Außerdem besitzen sie nach dem Verpressen und Aushärten in der Vakuumpresse eine hohe Festigkeit. Kokosfasern sind außerdem ein Nebenprodukt, welches bei der Herstellung vieler Lockenprodukte anfällt. So kann eine Ressource wie die Kokosnuss ganzheitlicher verwendet werden.