Im Rahmen der Ringvorlesung „Ideengeschichtliche Pfade“ hält Prof. Dr. Gila Kolb von der Pädagogischen Hochschule Schwyz am 28. April 2025, 18.15 Uhr, einen Vortrag zum Thema „Was meint eigentlich: Zeichnen Können?“.

Im Rahmen der Ringvorlesung „Ideengeschichtliche Pfade“ hält Prof. Dr. Gila Kolb von der Pädagogischen Hochschule Schwyz am 28. April 2025, 18.15 Uhr, einen Vortrag zum Thema „Was meint eigentlich: Zeichnen Können?“.
Zeichnen und Können sind zwei Paradigmen des Unterrichts im Schulfach. Aber warum ist das Zeichnen überhaupt so wichtig für den Kunstunterricht? Was bedeutet es für ein Schulfach, mit einer Technik verbunden zu sein, die eng mit einer Technik verknüpft ist, die heutzutage fast schon anachronistisch erscheint? In der Gegenwartskunst wurde die Frage nach der „Meisterschaft“ in einer Technik seit der Moderne konsequent in Frage gestellt und subversiv bearbeitet. Das Zeichnen wird in den gegenwärtigen Künsten nicht so gelehrt, wie im Schulfach Kunst. Wie könnte es gehen, nicht dermaßen zeichnen zu lehren und das Zeichnen als etwas zu verstehen, das nicht gekonnt wird, sondern an dem sich etwas zeigen lässt? Anhand des Zeichnens, Könnens und Verlernens wird in diesem Vortrag eine kunstpädagogische Position entfaltet, die dem Gründungsmedium des Kunstunterrichts sowie aktuellen medialen und gesellschaftlichen Bedingungen des Lernens nachgeht.
Gila Kolb ist forschende Kunstpädagogin und Kunstvermittlerin. Sie leitet die Forschungsprofessur Fachdidaktik der Künste an der Pädagogischen Hochschule Schwyz. Arbeitsschwerpunkte und Interessen: Zeichnen können im Kunstunterricht, Strategien und agency von Kunstvermittler*innen, Verlernen, Bedingungen postdigitaler Kunstpädagogik.
Hörsaal 008, Villa-Anbau, Campus Design
Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)
Ringvorlesung Ideengeschichtliche Pfade