Geometrischer Sonnenhut aus recycelten Textilfasern
– Marietta Szydlik & Rhona Splitt –

Geometrischer Sonnenhut aus recycelten Textilfasern
– Marietta Szydlik & Rhona Splitt –
Die Gestalt des Hutes entsprang der Idee, eine klare Form zu entwerfen, die reduziert, elegant und auch ein wenig ungewöhnlich ist. Die Anordnung der zwei ineinanderliegenden Rundungen legt keine bestimmte Ausrichtung des Hutes fest. Dieser lässt sich beliebig drehen und neigen und so an verschiedene Situationen, sowie den Sonnenstand anpassen. Das modische Accessoire wird im Faserguss aus recyceltem Textilstaub und Biokunststoff hergestellt, dessen Textur an einen klassischen Filzhut erinnert. Um mögliche Assoziationen des Ursprungsmaterials mit grauem Staub zu entgegnen, wurde die Fasermischung in einem schlichten Blau eingefärbt.
Material: Textilfasern und Biokunststoff
Der Hut besteht aus Fasern, die beim Reißen von Alttextilien anfallen. Für die Textilindustrie sind die Fasern zu kurz, um sie weiterzuverarbeiten. Deshalb wird dieser Staub normalerweise zu Bricks verpresst und verbrannt. Im Faserguss hingegen können die Fasern noch Verwendung finden. Als Bindemittel dient ein Biokunststoff (Wasser, Stärke, Glycerin, Essig), der es ermöglicht die Fasern zu binden und den Hut somit langlebig zu gestalten. Löst man den Kunststoff wieder von den Fasern können die Bestandteile recycelt werden. In jedem Fall ist gewährleistet, dass die Fasern länger im Umlauf bleiben, bevor sie verbrannt werden. Beim Experimentieren zeigt sich, dass bei unterschiedlichen Verhältnissen von Bindemittel und Faser starke Unterschiede in der Struktur zu sehen sind. Das Material bietet die Möglichkeit, es auch im Nachhinein noch zu bearbeiten. Dabei bewirken Druck und Hitze das Glätten und Komprimieren der Oberfläche, sodass diese dünn und stabil wird.
entstanden im Projekt dripping hats