Von der Kuppel zum Hut

– Paul Knöfel & Lukas Stieff –

Wir haben uns in der Formgestaltung unseres Hutes von Zwiebeltürmen und Kirchturmdächern inspirieren lassen und wollten so einen Hut entwerfen, dessen Aussehen sich an Architektur orientiert. Außerdem haben wir versucht, feine Details in Form von Ornamentik auf die Oberfläche unseres Hutes zu bringen, um auszutesten, wie sich kleine Details über den Prozess des Tiefziehens und Pulpens darstellen lassen. So entwickelten wir unsere Form zu einer achteckigen Kuppel, auf welcher wir die ausgelaserte Ornamentik anbrachten. Unser Hut ist vorwiegend dazu gedacht, in einem Theater- oder Kunstkontext verwendet zu werden, und wirkt mit der Ästhetik als Teil einer altertümlichen Architektur oder erinnert an einen Kriegshelm aus lange vergangener Zeit.

 

 

Material: Stroh, Perlite, Kaseinleim

Bei der Materialauswahl haben wir an unserem Konzept festgehalten und Materialien ausgewählt, welche auch in der Architektur verwendet wurden und auch noch werden. So haben wir gehäckseltes Stroh als Fasermaterial gewählt, welches wir in unserer Pulpemischung mit zermahlenem Perlite (Vulkangestein) vermischt haben. Da sich das Stroh und das Perlite nur bedingt in der von uns angestrebten Materialstärke verbunden haben, wählten wir als unterstützendes Bindemittel Kaseinleim, den wir unter die Pulpe mischten. Dieser auf Milchprotein basierende Leim gab unserer Pulpemischung die nötige Bindung, um mit diesen Materialien zu pulpen. All diese Materialien sind biologisch abbaubar und können so bedenkenlos in der Natur entsorgt werden. Außerdem sind diese Materialien sehr gut geeignet, um als Nährboden für Myzel zu dienen, und so ließen sich einfach und schnell verschiedenste Formen im Pulpprozess herstellen, welche dann bewachsen werden könnten.