Mineralische Werkstoffe im Pulp-Verfahren
– Lukas Nonn & Malte Litzinger –

Mineralische Werkstoffe im Pulp-Verfahren
– Lukas Nonn & Malte Litzinger –
Wir haben uns in diesem Projekt mit der Frage beschäftigt, ob mineralische Werkstoffe wie Keramik, Gips oder Beton, die normalerweise gegossen werden, durch Zugabe von Papierfasern im Pulp-Verfahren schnell und kostengünstiger verarbeitet werden können. Der Hut dient dabei als Anschauungsobjekt, da Funktion und Tragekomfort im gehärteten Stadium nur bedingt gegeben sind. Um trotzdem einen möglichen Anwendungsbereich aufzuzeigen, haben wir einen Snack-Service in Hutform gestaltet. Industriell werden bereits Materialkombinationen aus Papier und Keramik verarbeitet, sog. Paperclay. Die Papierfasern verbrennen beim Sintern und hinterlassen in der Keramik eine schwammartige Struktur. Unsere Idee war es, Papierfasern als Trägermaterial mit einem erst flüssigen, dann aushärtenden und starren Material zu kombinieren, um komplexe Formen im Pulp-Verfahren schneller und einfacher herstellen zu können.
Material: Beton mit Papierfasern
Wir mussten leider feststellen, dass das Experimentieren mit Keramik, aufgrund der langen Trocknungs-, und Brennzeiten nicht in unserem zeitlichem Rahmen liegt. Wir haben uns nach dieser Erkenntnis für Beton als Stellvertretermaterial entschieden, da dieser Werkstoff einfach zu beschaffen ist und zügig austrocknet.
Wir haben verschiedene Mischverhältnise zwischen Pulpe und Beton ausprobiert und uns für ein 1:1 (Beton:Pulpe) entschieden. Anders als wir von Beton als Material erwartet haben, ist die Form porös ausgehärtet. Dadurch ist der Hut beim Entformen gebrochen. Beton betrachten wir im Nachhinein, trotz seiner guten Modelierbarkeit in Verbindung mit Papierfasern, als ungeignet. Das Material konnte uns weder in Nachhaltigkeitaspekten, noch durch seine Festigkeit überzeugen. Es bleibt offen, ob Keramik im Pulp-Verfahren mit Unterstützung von Papierfasern hergestellt werden kann.
entstanden im Projekt dripping hats