Das Seminar behandelt und reflektiert, wie unterschiedlichste formale und inhaltliche Erzählformen die Ich-Perspektive untersuchen, nutzen oder mit ihr spielen: Vom autofiktionalen zum autobiografischen, vom inszenierten zum dokumentarischen Film. Welche Möglichkeitsräume erschließen sich in der Übertragung der eigenen Erfahrung in eine fiktionale Geschichte? Wie kann man subjektive Perspektiven mit dokumentarischen Mitteln verbinden und darüber gesamtgesellschaftliche, soziale, politische oder historische Komplexe vermitteln?
Über gemeinsam diskutierte Beispiele aus der historischen und zeitgenössischen Film- und Videokunst reflektieren die Teilnehmenden mit verschwimmenden Grenzen von Dokumentation und Inszenierung, der Authentizität des Subjektiven, dem scheinbar Objektiven und dessen Fiktionalisierung. Sei es das Genre der Mockumentary, subjektive Kameraführung, Reenactments, die Ich-Erzählung eines fiktionalen Charakters, Künstler*innen, die selbst vor die Kamera treten oder Alter-Egos erschaffen.
Über die Seminarlaufzeit entwickeln und produzieren die Teilnehmenden einen eigenen Film, der sich im weitesten Sinne mit subjektiven Erzählformen oder Perspektiven auseinandersetzen kann. Die künstlerischen Projekte werden dabei in regelmäßigen Einzelkonsultationen und Gruppengesprächen betreut und unterstützt.
Die Anmeldung an Me, The Movie II setzt keine Teilnahme an Me, The Movie im WS 24/25 voraus.