Es gibt Kinderpuppen, Modepuppen, Sammlerpuppen, Sorgenpüppchenn, Voodoo-Puppen, Stoffpuppen, Schneiderpuppen, Gliederpuppen, Sexpuppen, Therapiepuppen, Marionettenpuppen, Schaufensterpuppen und vieles mehr. Ganz zu schweigen von Puppenspielern, Puppentheatern, Puppenmüttern, Puppenstuben und Puppenkleidern. 
Jede und jeder hat Erfahrung mit Puppen und nicht nur in der Kindheit funktioniert das „Spiel“ mit Puppen, das Spiel mit Projektion und Assoziation, mit den magischen Momenten der Verzauberung und den manchmal schockierenden Kontexten, denen Puppen manchmal ausgesetzt sind. 
Fotos lassen die Grenze zwischen lebendigem Menschen und täuschend echter Puppe verschwimmen. Mit Puppen werden Geschichten erzählt und sie erzählen durch ihr Aussehen selbst Geschichten. Der Umgang mit Puppen kann sowohl zärtlich und fürsorgend sein als auch hasserfüllt und brutal. Es gibt im Umgang mit Puppen keine festgelegten  Umgangsformen und keine ethisch-moralischen Grenzen.

Im Kurs nähern wir uns dem Thema Puppen von verschiedenen Seiten, entwickeln und realisieren künstlerische Arbeiten zum Thema und lassen uns mitreißen und verführen von dem alten Spiel zwischen Realität und Fiktion, das uns von Kinderbeinen an begleitet und für Künstler immer aufs Neue faszinierend sein kann. Dabei stehen uns alle künstlerischen Medien zur Verfügung.

Vorausgesetzt ist eigenständiges Arbeiten und die Bereitschaft für ein Kurzreferat zu einem bestimmten Thema.