Am Dienstag, 06. Juli 2021, um 18 Uhr spricht Stella Geppert, Professorin für bildhauerische und raumbezogene Praxis im Studiengang Kunstpädagogik, anlässlich ihres Forschungsfreisemesters über prozessorientierte, skulpturale und zeichnerische Raumexperimente und daraus entstandene Choreografien, die im Zeitraum von 2018 - 2020 entstanden sind.
Scores And Sculptures
Über bildhauerische und Choreografische Prozesse
Stella Gepperts Arbeiten entwickeln sich aus der Bewegungsanalysen von kommunikativen und körperenergetischen Zuständen, die durch gesellschaftliche Raster geformt und geprägt werden. Als Bildhauerin und Performerin ist für sie die Zeichnung skulpturaler Abdruck wesenhafter Bewegungen menschlicher Präsenz, der Teil eines kollektiven Gefüges ist. Bildhauerisches und performatives Arbeiten ist das Arbeiten an und mit Beziehungen, indem sie sich mit der Frage nach deren spezifischen transformatorischen Zuständen von Körper, Raum, Material, Berührung, Kontakt und Resonanzräumen auseinandersetzt. Die sensuelle Fähigkeit des Körpers, sich in den Raum und in den jeweiligen Körper, in das Material, den Stoff und die Substanz „hineindenken" zu können, ist ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit, der Körper als äußert fragil und zerbrechlich erscheinen lässt.