Im Rahmen der Ringvorlesung „Ideengeschichtliche Pfade“ hält Prof. Dr. Miriam Schmidt-Wetzel von der Zürcher Hochschule der Künste am 5. Mai 2025, 18.15 Uhr, einen Vortrag zum Thema „In Inter-Aktion: Ideen in, durch und für Kunst und Bildung“.

Miriam Schmidt-Wetzel erzählt im Vortrag ihre persönliche Ideengeschichte als Künstlerin, Kunstlehrerin und Forscherin in Kunstdidaktik. Sie rekonstruiert exemplarisch die vielfältigen Einflüsse, die ihr professionelles Handeln prägen, und arbeitet heraus, dass der sozialen Interaktion dabei eine besondere Rolle zukommt. Das zu betonen, scheint für das Feld der Kunstdidaktik weiterhin angebracht. Denn obwohl seit einiger Zeit zunehmend kollaborative Projekte und Forschungsarbeiten zum Thema entstehen, ist die Kunstpädagogik – anders als etwa Musik- oder Theaterpädagogik – traditionell und weiterhin geprägt von der Vorstellung eines lernenden Subjekts in Auseinandersetzung mit dem Material, Thema oder Kunstwerk. Entlang verschiedener Beispiele, sowohl aus der kunstpädagogischen Praxis als auch aus der zeitgenössischen Kunst, entwickelt Miriam Schmidt-Wetzel ein differenziertes Bild von Kunstdidaktik als Handeln im Dazwischen und lädt die Zuhörenden ein, den interaktiven Momenten in der eigenen Ideengeschichte nachzugehen.

Miriam Schmidt-Wetzel ist Professorin für Fachdidaktik Kunst und Design an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie lehrt und forscht im Bereich Art Education und leitet das PhD-Programm Fachdidaktik Art & Design. Ihr Fokus liegt auf den Wechselwirkungen zwischen sozialen, bildnerischen und Bildungsprozessen vor dem Hintergrund gegenwärtiger Entwicklungen und Herausforderungen. Mit der Plattform collaeb engagiert sie sich für den Aufbau digitaler Strukturen für Austausch und Zusammenarbeit zwischen Praxisfeldern, Institutionen und Generationen.