Der öffentliche Raum einer Stadt ist eine soziale Konstruktion, bestimmt durch vielfältige Funktionsmischung. Er ist aber auch ein Raum des kollektiven Bewusstseins, konstituiert durch das, was in der Öffentlichkeit als Vorstellung zirkuliert und somit abhängig ist von Mainstream, Dependencen, Schichten-Spezifikationen, Trends und vielem mehr. Es gibt Konsens und Dissens, Meinungsmache und Manipulation. Kunstwerke, die für diese öffentlichen Räume entstehen, müssen sich anders behaupten als solche im geschlossenen Raum des Museums. Sie haben aber auch andere Möglichkeiten. Die Stadt Magdeburg ist eine der wenigen Städte im deutschsprachigen Raum, die seit 50 Jahren eine außerordentlich lebendige, bis in die Gegenwart reichende, bereits im Mittelalter begründete Geschichte, dieser frei zugänglichen Kunst im Stadtraum aufweist. Anhand von Beispielen werden vor Ort in Magdeburg die Konstitution und Veränderung des öffentlichen Raumes, bzw. seine soziale Konstruktion, erforscht und die Entstehungsbedingungen für Kunst im öffentlichen Raum anhand unterschiedlichster Beispiele diskutiert.
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Exhibition
ZUKÜNFTE – Material und Design von Morgen